Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Der Bruder ging.

Das junge Fräulein verſchloß die Thür mit dem

Schlüſſel, der inwendig im Schloſſe ſteckte.

Beide, der junge Mann und ſein Schützling, in deren Schutze er jetzt ſtand, horchten dann.

Der Bruder ging ſo leiſe, daß ſie ſeine Schritte nicht hörten. Nach wenigen Secunden vernahmen ſie einen Laut, als wenn ganz leiſe eine Thür geöffnet und wieder zugemacht werde; der Pförtner war in ſeine Zelle zurückgekehrt. Sie hörten dann nichts mehr. Sie befanden ſich in einer Stille, wie im Grabe.

An die Finſterniß hatten ſich unterdeß auch hier ihre Augen mehr gewöhnt; ſie konnten ſehen, wo ſie waren. —

Es war ein hohes, viereckiges Gemach von mäßi⸗ gem Umfange, mit einem Fenſter, zwei Thüren, vier ganz kahlen, nackten, weiß getünchten Wänden. Das Fenſter war mit ſtarken, eiſernen Stäben verſehen, lag der Eingangsthür gegenüber. Die zweite Thür lag in der Seitenwand, links von der Eingangsthür. An der Wand, rechts von dieſer, ſtand eine lange hölzerne Bank; eine kleinere war unter dem Fenſter

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