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„Ihr Vater lebt nicht mehr?“
„Er iſt ſchon ſeit Jahren todt.“
„Ihre Mutter liebt Sie?“
„Ich bin ihr einziger Sohn.“
„Und auch Ihre Stütze?“
„Sie war noch immer meine Stütze; ich habe erſt vor wenigen Jahren die Univerſität verlaſſen.“
„Gleichviel! Kinder ſind immer die Stütze der Eltern — der Mutter wenigſtens, oder — was ſpreche ich? — Sie ſollten es ſein. — Aber da ſind wir an unſerem Ziele.“
In dem Geſicht des Knaben zeigte ſich ein bitte⸗ ver Schmerz.
Sie waren an den Mauern des Kloſters ange⸗ langt, und zwar an der Rückſeite der Gebäude. Sie mußten eine Mauer entlang gehen, um den Eingang zu ſuchen. Ueberall herrſchte die tiefſte Abendſtille. Sie kamen an der Kloſterkirche vorbei; auch in dieſer war es ſtill. Sie erreichten die Pforte des Kloſters. Sie machten Halt, um ſich ihre Umgebung zu be⸗ trachten.
Die Sonne war in dem Augenblicke vorher untergegangen. Helles Abendgewölk erleuchtete noch


