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Ein Knabe war zur Seite aus dem Walde her⸗ vorgekommen.
Vor dem Knaben erſchrak der junge Mann.
„Guten Abend!“ erwiderte er.
„Sind Sie bekannt in der Gegend?“ fragte ihn der Knabe.
„Nein! Aber Sie vielleicht?“
„Ja! Aber ich habe mich verirrt.“
„Und da wollten Sie mich nach dem rechten Wege fragen?“
„So war es.“
„Wohin wollen Sie, wenn man fragen darf?“
„Aber Sie ſind ja fremd hier!“
„Vielleicht könnte ich Ihnen dennoch Auskunft geben — vielleicht gar Sie führen.“
Der Knabe beſah ſich den jungen Mann genauer. Er ſah in ein bleiches Geſicht, in ein Auge, deſſen Blick ſchwermüthig und unruhig war. Aber das Geſicht hatte in ſeinen vornehm geſchnittenen Zügen etwas Treues und Ehrliches, und durch die Melan⸗ cholie und Unruhe der Augen leuchtete ein muthiger und entſchloſſener Stolz hindurch. Der Knabe ſchien ſich zu ſagen, daß er zu dem fremden jungen Manne


