Teil eines Werkes 
7. bis 11. Bändchen (1854)
Entstehung
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Zweiundzwanzigſtes Kapitel. Die Abreiſe.

Hildegarde kam den nächſten Morgen nicht zum Vorſchein und Hamilton frühſtückte mit Madame Roſen⸗ berg, die ihm in einem roth⸗ und weißgeſtreiften Nacht⸗ kleide gegenüberſaß; ihre Haare waren wie gewöhnlich bis an die Wurzeln mit Haarnadeln aufgewickelt, zur Vorbereitung für Locken, welche jedoch, außer an Aben⸗ den, welche die Hoffmanns bei ihr zubrachten, daheim nur ſelten zum Vorſchein kamen. Sie ſaß ihm gegen⸗ über und ſah ihm zu, während er vergeblich ſeinen Kaffee dadurch zu verbeſſern ſuchte, daß er wechſelsweiſe bald Rahm, bald Zucker hinzuthat.

„Man hat zu ſo früher Stunde nie einen rechten Genuß vom Frühſtück,“ bemerkte ſie endlich, „der Kaffee iſt jedoch ſo gut als gewöhnlich; ich habe ihn ſelbſt gemacht.“

Ich zweifle nicht daran,“ ſagte Hamilton, „aber die Sache iſt, ich bin ſo daran gewöhnt, daß Ihre Toch⸗ ter Hildegarde mir ihn zubereitet, daß ich die nöthige Quantität von Rahm und Zucker nicht kenne — bei⸗ läufig, ich hoffe, daß es mit ihrem Kopfweh dieſen Mor⸗ gen beſſer iſt.“ ie ſagt ſo,“ erwiederte Madame Roſenberg, „aber ich finde, daß ſie ſolches Fieber hat und ſo elend krank ausſieht, und darum habe ich ihr verboten, aufzuſtehen, bis Dortor Berger ſie ſieht.

Die Anfangsbuchſtaben. II. 1