„Etwas mehr, als Sie brauchen; aber vielleicht ſind Sie zu beſcheiden, mit Ihrem Wiſſen vor den Leuten aufzutreten.“
„Ich verdiene kaum, beſcheiden genannt zu werden, obwohl ich gelegentlichen Anfällen von Schüchternheit unterworfen bin. Ich glaube ziemlich fließend Deutſch zu ſprechen und bedarf nur der Gelegenheit, zu ſehen und zu hören. Darf ich nach dem Namen der Familie fragen, mit der Sie in Unterhandlung ſtehen?“
„Ich hörte von zwei Familien; jede von lihnen würde mir angeſtanden haben, aber —“ ſie hielt inne.
„Aber was?“
„Schon war Alles arrangirt und ich auf dem Punkte, Ihrem Vater zu ſchreiben, als ich hörte, daß nur ein Blied der Familie für Sie war, und das ge⸗ rade die Perſon, welche in einem ſolchen Fall die ge⸗ ringſte Wichtigkeit hat. Ich meine den Herrn. Er wünſchte Ihre Geſellſchaft, um Gelegenheit zum Eng⸗ liſchſprechen zu bekommen; da er jedoch den größten Theil des Tags auf ſeinem Bureau zubrachte und jeden Abend ausging, würden Sie natürlich ſeiner Frau zu⸗ gefallen ſein; und obwohl ich Sie ſo ſehr lobte, als mir bei meiner Unbekanntſchaft mit Ihrer bisherigen Erziehung möglich war, ſagte ſie mir geradezu, ſie ſehe in Ihnen nur eine Laſt, und ich könnte ſie nur ver⸗ pflichten, wenn ich alle Unterhandlungen abbräche. Unter ſolchen Umſtänden blieb mir keine Wahl übrig.“
„Und die andere?“ fragte Hamilton.
„Die andere war die eines Univerſitäts⸗Profeſſors. Ich ſchrieb ſeinetwegen an Ihren Vater, erhielt aber Feine Antwort.“
„Ein Profeſſor! Das verſpricht nicht viel und würde auch zu meinem Zweck nicht paſſen. Ich würde
wenig oder nichts von häuslichem Leben zu ſehen be⸗
kommen.“ „Sie irren ſichz ich fürchtete halb, Sie würden zu viel ſehen, denn er hatte eine Frau und fünf Söhne.“


