Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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glaubte, es würde Sie intereſſiren, unſere Jagdver⸗ gnügungen kennen zu lernen, und —

„Es würde mich unter allen Umſtänden intereſſiren, etwas dieſer Art zu ſehen, und wenn auch als bloßer Zuſchauer,“ rief Hamilton eifrig. „Ich nehme Ihre Einladung mit Dank an.“

Baron Z. befahl nun ſeinem Bedienten, ſeiner Frau zu melden, daß Mr. Hamilton, der von ihr er⸗ wartete Engländer, angekommen ſei, — „und Joſeph,“ rief er ihm nach, „nimm einen von den Wagenkäſten nach Mr. Hamilton's Zimmer; er geht mit uns nach Berchtesgaden.“

Sie waren mitten in einer ſehr lebhaften Unter⸗ haltung über Dinge, wovon Hamilton ſehr wenig ver⸗ ſtand, nämlich über die neueſten Verbeſſerungen an Feuergewehren, als die wirkliche A. Z. in das Zim⸗ mer trat.

Wie ſollen wir ſie beſchreiben? Am leichteſten vielleicht vermittelſt Negationen. Sie war weder groß, noch klein, weder dick, noch mager, weder ſchön, noch häßlich, noch — noch — kurz, ſo weit Hamilton in einem ſo kritiſchen Momente ſeine Ideen ſich klar machen konnte, war der Eindruck, den ſie bei ihm hervorbrachte, der, daß eine blaſſe Perſon mit dunkeln Haaren vor ihm ſtand, deren Miene hinlänglichen Verſtand an⸗ deutete, um es ihm als das Beſte erſcheinen zu laſſen, ſeinen Brief herauszuholen und gleich auf eine Erklä⸗ rung loszugehen.

Der Umſtand, daß ſie gar kein Zeichen des Wieder⸗ erkennens äußerte, brachte ihm auf einmal zum Bewußt⸗ ſein, daß er nicht die von ihr erwartete Perſon war, und er ſtand vor ihr mit ſo tiefem Erröthen, daß ſie zuletzt eine Art Mitleid mit ihm zu fühlen ſchien. S biß die Lippen auf einander, ein Lächeln zu verberge und bot nach einer augenblicklichen Pauſe ihm die Hand, indem ſie ſagte:

„Ich geſtehe, ich erwartete Ihren Vater zu ſehe