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„Ich will ſagen, daß ich vorgeſtern einen Brief mit einer Einladung, hieher zu kommen, erhalten habe. Auf dem Siegel befand ſich ein Krönchen mit den Buchſtaben A. Z. darunter. Ich kam, erkundigte mich und machte zu eilfertig, ſcheint es, den Schluß, daß Graf Zedwitz oder Jemand von ſeiner Familie an mich geſchrieben habe. Ihre Tochter beſtärkte mich in meinem Irrthum durch die Verſicherung, Sie haben kürzlich an einen Engländer in München geſchrieben und wünſchen ihn zu ſehen.“
„Hm! ha! — ſehr ſeltſam!“ murmelte der Graf, ſcharf ſixirend. „Darf ich um Ihren Namen
itten?“
„Hamilton,“ erwiederte der Engländer, mit einem ſchlecht verhehlten Verſuch, eine Neigung zum Lachen zu unterdrücken.
„Ich habe nicht die Ehre Jemand dieſes Namens zu kennen,“ bemerkte der Graf, indem er ſich, ſo weit ſeine Decken es ihm geſtatteten, eine würdevolle Miene anzunehmen bemühte. „Ich bin erſtaunt, Sir, daß Sie den Irrthum nicht bälder erkannten.“
„Ich auch,“ antwortete Hamilton, während die aufſteigende Röthe in ſeinem Geſicht die Verlegenheit verrieth, die er zu verbergen ſuchte; — aber alle Augen⸗ blicke ließ mich eine Bemerkung von Ihnen wieder daran zweifeln; außerdem,“ fügte er, der Thüre ſich nähernd, hinzu, „muß ich geſtehen, ich wünſchte etwas von dieſer Waſſerkur, die mir völlig neu iſt, zu er⸗ fahren: bis geſtern habe ich nie etwas darüber gehört. Uebrigens iſt es mir äußerſt leid, mich alſo in Ihre Bekanntſchaft eingedrungen zu haben, und ich kann nur bedauern, daß mein Correſpondent ſeinen Namen nicht ausgeſchrieben hat: mit dieſen Anfangsbuchſtaben, ſcheint es, habe ich nur wenig Ausſicht, den Schreiber zu entdecken!“
„Ich weiß nicht,“ rief Graf Zedwitz, plötzlich ſein Benehmen ändernd: „Es iſt durchaus nicht unwahr⸗


