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beſucht zu haben, die Ihnen in ſo aufrichtiger Freund⸗ ſchaft ergeben iſt, wie A 3
„Wie weit iſt Seon von München? Was für ein Ort iſt es?“ fragte Hamilton.
„Ich bedaure, Ihnen darüber keine Auskunft geben zu können. Seit ich hier bin, hat kein Reiſender ſeine Richtung dorthin genommen.“
„Geht nicht die Poſt oder der Eilwagen nach einem Punkt in der Nähe? Es muß doch eine Poſtſtation oder etwas der Art in der Gegend ſein.“
„Ich kann es wirklich nicht ſagen, Sir.“
„Verſuchen Sie einmal, den Poſtſtempel zu ent⸗ ziffern,“ ſagte Hamilton, indem er ihm ungeduldig das Briefcouvert hinreichte.
„Ich glaube, es heißt Altenmarkt, aber ich bin deſſen nicht ganz gewiß.“
„Geben Sie mir gefälligſt meine Landkarte und ſagen Sie Herrn Havard, ich wünſche ihn auf eine Minute zu ſprechen.“
Als er das Zimmer verlaſſen hatte, wandte Hamil⸗ ton den Brief nach allen Seiten um, unterſuchte das Siegel, das nichts als ein Krönchen mit den Anfangs⸗ buchſtaben „A. Z.“ zeigte, überlas dieſelben fünf oder ſechs Mal und muſterte in Gedanken ſeine ziemlich zahl⸗ reiche Bekanntſchaft. Kein „A. Z.“ unter ihnen allen!
„Wie ärgerlich! Und doch muß der Brief für mich beſtimmt ſein,“ murmelte er, ihn zwiſchen den Fingern hin und her drehend. „Es iſt nicht unmöglich, daß der Schreiber in der Meinung ſtand, ich reiſe mit meiner Tante — warum nicht? Und John iſt wirklich erſt vor Kurzem zu ſeinem Regiment abgegangen! — oder — oder — mag es einer von meines Vaters Freunden ſein; in dieſem Fall erachte ich es, da ich den Namen nicht wiſſen und mich brieflich nicht erklären kann, gewiſſermaßen für Pflicht, nach Seon zu gehen und in ſeinem Namen der gutmüthigen Perſon für


