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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Dreizehntes Rapitel.

Worin gezeigt wird, daß ein braves Weib der beſte Diamant iſt, den ein Mann an ſeinem Herzen tragen kann.

„Madame Titmarſh,“ fing Frau Stokes an, „bevor ich Ihre Neugierde befriedige, erlauben Sie mir, Ih⸗ nen zu ſagen, daß der Engel auf Erden wenige ſind, und iſt Einer ſchon ſelten in einer Familie, ſo ſind deren zwei zugleich noch viel ungewöhnlicher. Hievon macht aber Ihr Sohn und Ihre Schwiegertochter eine Aus⸗ nahme. Das find in Wahrheit zwei Engel, Madame.“

Meine Mutter ſagte auf dies, ſie danke Gott, daß ſie uns habez und Frau Stokes fuhr alſo fort: —

„Als die Beerdigung heute Morgen vorüber war, da war es ihrer armen Schwiegertochter recht lieb, daß ſie bei uns in unſrer geringen Stube Troſt ſuchen konnte. Sie weinte da und erzählte uns tauſenderlei von dem kleinen Engel, der dahingeſchieden. Gott verzeih mirs, es hätte niemand geglaubt, daß das Kind in den vier Wochen, die es hienieden ſein durfte, ſchon ſo Vieles ge⸗ than hätte. Aber eine Mutter hat gute Augen, Ma⸗ dame. Ich hatte auch einmal ſolch einen Engel, mei⸗ nen lieben kleinen Anton; der vor Jemima kamz der wäre jetzt dreiundzwanzig geworden, wenn er noch auf dieſer argen Welt wäre. Doch ich will jetzt nicht davon reden, Madam, ſondern erzählen, was ſich zugetragen hat.

„Sie müſſen wiſſen, daß Madame Titmarſh unten blieb, während Herr Samuel mit ſeinem Freund, Herrn Hoſkins, ſich unterhielt. Die arme Frau rührte das Eſſen nicht an, obſchon wir etwas gutes gekocht hatten. Nach Tiſche konnte ich ſie nur mit großer Mühe dazu bringen, daß ſie ein wenig Wein mit Waſſer trank und