144
„Und ohne Sicherheit, Herr, können Sie natürlich nicht erwarten, daß ich es Ihnen gebe — natürlich nicht. Sie kennen die Welt ſelbſi, Herr Titmarſh, und ich ſehe, daß hierin unſere Anſichten genau zuſammen⸗ treffen.“
„Seine Frau hat ja Vermögen,“ wendete Auguſt ein.
„Seine Frau Vermögen? Bah! Frau Se. Tit⸗ matſh iſt noch minderjährig und darf keinen Schilling davon anrühren. Nein, nein, mit Minderjährigen kann ich mich nicht einlaſſen. Doch, halt! — Ihre Mutter beſitzt ein Haus mit Zubehör in unſerm Dorf. Verſchaffen Sie mir eine Pfandverſchreibung auf dieſes —“
„Das werd' ich nimmermehr thun, Herr,“ gab ich zur Antwort. „Meine Mutter hat ohnedieß um meinet⸗ willen ſchon genug gelitten und hat für meine Schwe⸗ ſtern zu ſorgen. Ich werde es Ihnen ſogar Dank wiſſen, Herr Smithers, wenn Sie ihr kein Wort von meiner gegenwärtigen Lage ſagen.“
„Sie ſprechen wie ein Mann von Ehre, Herr,“ erwiderte mir Smithers, „und ich werde buchſtäblich Ihrem Verlangen Folge leiſten. Ich will noch ein Weiteres thun und Sie einem achtbaren Hauſe dahier, den Herrn Giggs, Biggs und Blatherwick, meinen wür⸗ digen Freunden, empfehlen, die Alles thun werden, was in ihren Kräften ſteht, um Ihnen zu dienen. Und hie⸗ mit wünſche ich Ihnen einen guten Tag.“
Herr Smithers nahm ſeinen Hut und ging. Nach einer nochmaligen Beſprechung mit meiner Tante, was ich nachgehends erfuhr, reiſte er noch an demſelben Abend mit der Briefpoſt ab.
Ich ſchickte meinen treuen Auguſt nochmals fort, damit er meiner Frau die Sache auf die ſchonendſte Weiſe beibringen ſollte, weil ich fürchtete, Frau Hog⸗ garty könnte bei ihr auf ſchroffe Weiſe davon anfan⸗ gen, — wie ich wußte, daß ſie in ihrem Zorn thun


