Druckschrift 
Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
Einzelbild herunterladen

kehren müſſen, wozu Sie allein ſie gebracht haben. Wenn auch um eine bedeutende Summe durch Sie be⸗ trogen und genöthigt, meine Tage in vergleichungs⸗ weiſe ſchlechten Umſtänden zu verbringen, habe ich doch zu leben und brauche nicht auf alle Genüſſe zu ver⸗ zichten, zu denen mein Stand mich berechtigt. Die Mo⸗ biliarſchaft in Ihrem Hauſe iſt mein Eigenthum und da ich vorausſetze, daß Sie Ihre Gemah lin auf den Straßen ſchlafen laſſen wollen, ſo benachrichtige ich Sie hiemit, daß ich morgenden Tags Alles mit einan⸗ der fortnehme. Herr Smithers wird Ihnen ſagen, daß ich Ihnen mein ganzes Vermögen vermacht gehabt hatte. Ich habe aber heute Morgen in ſeiner Gegenwart meine letzte Willensmeinung feierlich vernichtet und ſage mich demnach los von aller Verbindung mit Ihnen und Ihrer Bettlerfamilie.

Suſanna Hoggarty.“

N. S. „Ich habe eine Schlange in meinem Buſen genährt und bin von ihr geſtochen worden.“

Ich muß geſtehen, beim erſten Leſen des Briefs ge⸗ rieth ich in eine ſolche Wuth, daß ich faſt die peinvolle Lage vergaß, in die er mich verſetzte, und das Verder⸗ ben, das über meinem Haupte ſchwebte.

„Was für ein Thor waren Sie, Titmarſh, daß Sie dieſen Brief geſchrieben haben!“ ſagte Herr Smi⸗ thers. „Sie haben ſich ſelbſt das Meſſer ins Herz ge⸗ ſtoßen, Herr — eine ſchöne Erbſchaft eingebüßt, ſich ſelbſt um jährliche fünfhundert Pfund gebracht. Frau Hoggarty, meine Clientin, brachte ihren letzten Willen, wie ſie ſpricht, herunter, und warf ihn vor unſern Au⸗ gen ins Feuer.“

„Es iſt ein wahres Glück, daß Ihre Frau nicht zu Hauſe war,“ ſetzte Auguſt hinzu. „Sie ging dieſen Morgen mit Pr. Salts' zur Kirche und ließ ſagen, daß ſie den Tag über bei dieſen bleiben würde. Sie wiſſen