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war. Roundhand ſelbſt ſchüttelte mir mit großer Wärme die Hand, als er kam, um mein Geſchäftsbuch nachzuſe⸗ hen, ſagte, ich ſchriebe eine ausgezeichnet ſchöne Hand — was auch der Fall war, ohne mir ſchmeicheln zu wollen — und lud mich auf nächſten Sonntag zu ſich in Myd⸗ delton Square zum Eſſen.
„Es wird da freilich,“ ſagte er, „nicht gerade ſo flott hergehen, wie bei Ihren Freunden in Weſtend;“ er betonte dieſe letzten Worte beſonders ſtark. — „Aber meine Amalie und ich ſchätzen ſich ſtets glücklich, einen Freund in unſerer einfachen ſchlichten Weiſe bewirthen zu dürfen: weißen Peres, alten Portwein und etwas Gutes unter die Zähne.“
Ich nahm die Einladung an und ſagte, ich wollte auch Hoſkins mitbringen.
Er antwortete, ich ſei allzu gütig und es würde ihn ſehr glücklich machen, auch Hoſkins bei ſich zu ſehen. Demnach begaben wir uns zur beſtimmten Stunde da⸗ hin. Allein obgleich mein Freund eilfter und ich nur zwölfter Commis war, ward mir doch bei Tiſche zuerſt und vom Beſten vorgelegt. Ich bekam zweimal ſo viel Fleiſchklöschen in meiner blinden Schildkrötenſuppe und faſt alle Auſtern aus der Sauceſchüſſel. Einmal wollte Roundhand Auguſten vor mir vorlegen, da rief ſeine Frau, die in rothem Kreppkleid mit einem Turban ſtatt⸗ lich herausgeputzt oben am Tiſche ſaß, grimmigen Blicks ihrem Ehgeſpann zu: „Anton!“ und der arme Round⸗ hand ließ die Platte ſinken und ward vor Scham roth wie ein Krebs. Und wie viel wußte nicht die Frau mit mir von Weſtend zu ſchwatzen! Sie hatte einen Hof⸗ kalender, wie ich verſichern kann und ſchien ſo bewandert in der Familiengeſchichte der Drum's, daß ich ganz er⸗ ſtaunt war. Sie fragte mich unter Anderm, wie viel Lady Drum jährlich zu verzehren hätte; ob ich glaube, daß ſie zwanzig, dreißig, vierzig oder hundertfünfzig Tau⸗
ſend jährlich hätte, ob ich nach Schloß Drum eingeladen


