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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Erſtes Rapitel.

Worin von unſerm Dorf und von dem erſten Schimmer des Diamants Nachricht ertheilt wird.

Wie ich im Begriff ſtand, nach London zurückzukeh⸗ ren, wo ich ſchon ins zweite Jahr eine Stelle bekleidete, ſchenkte mir meine Tante Hoggarty eine Diamantnadel, d. h. es war damals keine Diamantnadel, ſondern ein altväteriſches großes Medaillon, ein Dubliner Fabrikat von 1795, womit der ſelige Mr. Hoggarty auf den Bällen des Statthalters und bei ſonſtiger Gelegenheit Staat zu machen pflegte. Seinem Sagen nach trug er es in dem Treffen bei Vinegar Hill, wo nur ſein dicker Zopf ihn rettete, daß ihm nicht der Kopf abgehauen ward.

In der Mitte dieſes Medaillons war Hoggarty ab⸗ gebildet in der ſcharlachrothen Uniform des Corps der Landmilizen, zu demeer gehörte; rund um daſſelbe waren dreizehn Haarflechten, die von eben ſo vielen Schweſtern des alten Herrn herrührten; und da alle dieſe Sraen die, wie ein Witzling es nannte, infamblonde Familienfarbe hatten, ſo konnte ein Menſch von ſtarker Einbildungskraft

das Porträt Hoggarty's für eine große, fette, rothe Schnitte Ochſenfleiſch halten, um welche dreizehn röthlich⸗ gelbe Rüben herumlagen, die auf einer Platte von blauem Schmelz aufgetiſcht würden. Und es ſah aus, wie wenn aus dem großen Hoggartyſchen Diamant — ſo nannten wir ihn in der Famille — die Geſammtheit fraglicher Haare herauswüchſe.

Thackerah, Samuel Titmarſh. 1