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die Pflicht die Oberhand, ſo ward er duͤſter, einſylbig, verzweiflungsvoll, und Melanie weinte dann heiße Thränen uͤber ein Ungluͤck, daß ſie nicht zu errathen vermochte; allein da ſie ihn mit jener Ehrfurcht,
jener unbedingten Hingebung liebte, die dem reinen
weiblichen Herzen eigen iſt, wagte ſie nicht, ihm eine Erklärung ſeines Betragens abzudringen. Sie fuhlte ſeinen Mangel an Vertrauen tief und ſchmerz⸗
iich, aber ſie weinte ſtill und verbarg dem Geliebten
ihr Leid.
Indeß wachte die Mutterliebe, einem Schutz⸗ engel gleich, uͤber des Sohnes Gluͤck. Victors Entfernung von Aulnay hatte die Marquiſe er⸗ ſchreckt, ſein Brief ſie entzuͤckt, weil die Entde⸗ ckung ſeiner Geburt ihr mit dem Rechte auch die Macht gab, fuͤr ihn thätig zu ſein, und vereint mit ihrem Gemahl, dem Biſchof und dem Contre⸗ Admiral St. André die Schwierigkeiten aus dem Wege zu raͤumen, die zwiſchen ihm und ſeinem Gluͤck ſtanden.
Welch eine Stunde fuͤr das Mutterherz, fur dieſe nur in Liebe athmende Seele, als ſie, nachdem es ihr gelungen war, Victors und Melaniens Wohnung ausfin⸗ dig zu machen, zu ihm fuhr, aus dem Wagen, die Treppe


