Teil eines Werkes 
14. Band (1830)
Entstehung
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Biſchof ſanft. „Meine Gegenwart in Ihrem Schloſſe wird Ihren Frieden und Ihr Gluͤck wieder herſtellen.“

„Dann muͤſſen Sie vor allen Dingen zuerſt den Vicar fortſchicken.“

„Davon, wenn wir uns wiederſehen,“ ſagte der Prälat, ertheilte ihm ſeinen Segen und entließ ihn. Der Marquis eilte mit einer Ungeduld, welche die Staͤtke ſeiner Liebe verrieth, zu ſeiner Gemahlin zuruͤck. — Er fand ſie außer dem Bett, auf ihrem Sopha ruhend. Sie ſchlang ihre Arme um ſeinen Hals und drückte ihn an ihre Bruſt. Er meldete ihr den Beſuch des Biſchofs. — „Es freut mich,“ ſagte ſie, und ihre Augen fullten ſich mit Thraͤnen, „er gehoͤrt zu denen, die ich noch vor meinem Tode zu ſprechen wuͤnſchte.“

Am andern Morgen ſchon kam der Biſchof. Der Marquis fuͤhrte ihn nach dem Cabinet ſeiner Frau, die, in tiefe Träumerei verſunken, dem Bilde eines jungen Geiſtlichen gegenuͤber ſaß, deſſen wir ſchon fruͤher erwähnt haben, als ſich plöblich die Thuͤr öffnete und ſie den Biſchof, von ihrem Ge⸗ mahl begleitet, erblickte. Frau von Roſann ſchlus die Augen nieder, und auch der Prälat wagte nicht, ſie anzuſehen. „Ich habe erfahren, gnädige Frau“