Teil eines Werkes 
14. Band (1830)
Entstehung
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welcher Benennung und unter welcher Bedingung,

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liebe?“ fragte ſie. — „Nein,“ antwortete ich, „und Sie ſind das erſte weibliche Weſen, von dem ich dieſe fuͤßen, entzuͤckenden Worte hore.“ —

„Dieſer Augenblick,“ ſagte ſie, „haäͤlt mich fuͤr langen Zwang und fuͤr den Kummer, nicht von Ihnen errathen zu werden, ſchadlos. Ich habe Sie ſeit dem erſten Augenblick, wo ich Sie ſah, geliebt; was ich fruͤher empfunden habe, war nur Dankbar⸗ keit, und jetzt erſt, ach zu ſpät fuͤr mein Gluͤck, lerne ich fuͤhlen, was Liebe iſt. Je weniger ich auf Achtung Anſpruch machen darf, je mehr iſt es mir Beduͤrfniß, mich geachtet zu fuͤhlen. Was andere Frauen als einen Beweis der Liebe anſehen koͤnnen, wuͤrde fuͤr mich die allerbeſchämendſte Demuͤthigung ſein, und mich mit Abſcheu an das erinnern, was geweſen zu ſein mich in meinen Augen, und unſtrei⸗

tig auch in den Ihrigen, entwuͤrdigt, und was ich

nie wieder werden will, nie wieder werden muß. Ach, erſt ſeitdem ich Sie kenne, habe ich den Werth eines makelfreien Rufes und Lebens kennen gelernt! Welche Thraͤnen habe ich oft bei dem Anblick eines ganz armen, aber noch unſchuldigen Mädchens ver⸗ goſſen! Als ſolches wuͤrde ich Ihnen, gleichviel, unter