zu verwenden 2 und wanderte deßhalb täͤglich in den Huͤtten der Armen und Kranken herum, zu erſpaͤhen, wo Huͤlfe am Noͤthigſten ſey, und der Unterſtuͤtzung den Troſt freundlicher Zuſprache beizufuͤgen. Ein kaltes, naſſes Fruͤhjahr vermehrte die Anzahl ihrer Kranken gar ſehr, und vorzuglich hatte die Noth bei einer armen Tageloͤhner⸗ familie dergeſtalt ihren Sitz aufgeſchlagen, daß von Vater, Mutter und ſechs Kindern nur die aͤlteſte Tochter geſund geblieben. Anna war der taͤgliche Troſt, die taͤgliche Huͤlfe der armen Leute und endlich die einzige Stuͤtze der ungluͤcklichen Frau, als ihr Mann ſtarb und ſie mit den Kindern in der druͤckendſten Armuth zuruͤckließ. Ihre haͤufigen Beſuche wandten ihr gar bald die Herzen der Kinder in einem hohen Grade zu, und die kleine achtjaͤhrige Katharine beſonders ſchloß ſich mit ſeltner Waͤrine an ſie an, aber auch Anna liebte Ka⸗ tharinen vor allen, weil ſie ungemeine Aehn⸗ lichkeit mit ihrer theuern Babet hatte, und das kleine Ding, das am laͤngſten das Bett huͤten mußte, bekam vorzugsweiſe gar haͤuſig etwas
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


