Einer der hervorſtechendſten Zuge in ſeinem Charakter war eine leidenſchaftliche Liebe zu den ſchoͤnen Kuͤnſten, die auch ſeit ſeinen fruͤh⸗ ſten Jugendjahren eine Reiſe nach Italien zum Ziel ſeiner ſehnlichſten Wuͤnſche gemacht hatte. Jetzt erlaubten ihm ſeine Verhaͤltniſſe die Er⸗ fuͤllung derſelben, und er eilte in das ſchoͤne Land, zu dem ihn eine geheimnißvolle Ahnung ſo maͤchtig zog.
Er hatte noch nie geliebt; in ſeiner Seele lebte ein Ideal von Frauenhuld und Frauen⸗ ſchoͤne, das ihm im Leben noch nicht begegnet war; aber eben die Sehnſucht es zu finden, fuͤllte ſein Herz mehr und mehr mit der Ah⸗ nung eines Gluͤckes, vor deſſen Himmelsglanz der Zauber jeder andern irdiſchen Wonne ver⸗ bleichen muͤſſe.
In Florenz hoͤrte er ſehr viel von der wundervollen, ganz unvergleichlichen Schoͤn⸗ heit eines Maͤdchens reden. Thereſe Strozzi, ſo hieß ſie, war nur die Tochter eines armen Tuchſcherers, allein ſie hatte die Geſtalt einer Goͤttin, den Anſtand einer Koͤnigin, und die Zuruͤckgezogenheit, in der ſie lebte, die Wuͤrde,
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