letzte Seufzer eines fromm und ſtill brechenden Herzens klang!
Es war mein ſehnlicher Wunſch, die Un⸗ bekannte kennen zu lernen, aber der Verein⸗ zelung und der Abgeſchiedenheit, in der ein ſo junges, und der Ausſage der Wirthin nach, bildſchoͤnes Maͤdchen lebte, mußte ein Geheim⸗ niß zum Grunde liegen, und ſelbſt erlebtes ungluͤck hatte mich ſchon fruh gelehrt, fremden Schmerz zu ehren, und die Einſamkeit, in der er ſich gern verbirgt, als eine heilige Frei⸗ ſtatte zu achten.
In einer Nacht hoͤrte ich aber die Thuͤre ihres Zimmers mehrere Mal auf⸗ und zu⸗ gehen; ich wußte, daß ſie kein Maͤdchen zu ihrer Pflege und Aufwartung bei ſich hatte, und da ich ſie wimmern zu hoͤren glaubte, zoͤgerte ich nicht, ſondern eilte nach einem augenblicklichen Beſinnen zu ihr. Ich fand unſte Wirthin aͤngſtlich um die lilienbleiche Geſtalt beſchaͤftigt, der ein heftiger Bruſtkrampf Syrache und Luft raubte; ich ſandte ſie nach dem Arzte und blieb nun allein mit der Kran⸗ ken, ſie begann wieder zu athmen, doch ſo
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