Die ewige Liebe erſchien uns hienieden in der reinſten und vollendetſten menſchlichen Natur; ſie unterwarf ſich der Beſchraͤnktheit geſchaffener Weſen und allen Leiden der ſinnlichen Materie, ſo wie den vielfältigen Einfluͤſſen der dem Guten wider⸗ ſtrebenden Mächte. In Jeſus Chriſtus offen⸗ barte ſich eine Groͤße, welche wir nicht zu faſſen vermogen. Er zeigte die Kraft des Glaubens an Gott, und die Erhabenheit des Geiſtes uͤber jeden irdiſchen Reiz, jede irdiſche Luſt, jede Verſuchung des irdiſchen Lebens; er lehrte uns durch Wort und That, wie es uns nur durch freie Aufopferung unſerer Selbſtheit moͤglich werden kann, das Göoͤttliche zu gewinnen und daß uns nichts ſo theuer ſein darf, daß wir es nicht freiwillig dem zu opfern bereit ſein muͤſſen, durch welchen wir ſind.
Er zeigte uns während ſeines Wandelns auf Erden den Weg der Reinigung, auf daß mehr und mehr beſeligend das Göttliche ſich ewig in uns ſpie⸗ geln könne, und mit unſerer Schwäche bekannt, ver⸗ ſprach er den Glaͤubigen, ihnen auch nach ſeinem ſichtbaren Scheiden gegenwaͤrtig zu bleiben bis an's Ende der Zeit, und Alle, die ihn lieben, durch die Kraft und den Beiſtand des heiligen Geiſtes,


