Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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Wenden wir nun unſern Blick zuruͤck auf die äußere Natur und die Welt ihrer Erſcheinungen, ſo finden wir in ihrer herrlichen Große und Ordnung dennoch auch den hoͤchſten Grad der Verganglichkeit und der Gaͤhrung, und unter den lebenden Weſen Tod und Zerſtörung, Krieg und Untergang als Na⸗ turgeſetz, da die Erhaltung des Einen den Unter⸗ gang des Andern heiſcht. Betrachten wir den Men⸗ ſchen ſelbſt, das vollendetſte ſinnliche Geſchöpf, wie er mit ſich in ſtetem Widerſpruch und Streit lebt; wie in ihm, bei aller Hoheit ſeines Weſens, das Thieriſche doch nach Herrſchaft ſtrebt und ſie nur zu oft erringt; wie abhaͤngig er ſelbſt in ſeiner geiſtigen Entwickelung von aͤußern, zufälligen Verhältniſſen iſt: ſo muͤſſen wir in ihm ein Geſchoͤpf erkennen, deſ⸗ ſen edelſte Anlagen nicht blos hienieden unentwickelt bleiben, ſondern uns auch raͤthſelhaft erſcheinen. Die Vernunft, ſeine Zierde und ſein Stolz, durch welche er das Gebiet der ſichtlichen Erſcheinungen und die Geſetze derſelben zu erſpähen und zu er⸗ forſchen vermag, muß es ſich eingeſtehen, daß ſie von dem innern Weſen und dem Gehalt der Dinge, von der Urſache ihres Daſeins, von der Weſenheit. die im Scheine liegt, und von dem Zweck des