Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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feierte Schoͤnheit im Damenkreiſe aufzuſuchen er erkannte Dalinde, ſie, die er noch immer einzig liebte und ſchmerzlich betrauerte.

Vermag das Wort die Feier dieſes Wiederfin⸗ dens, dieſes Augengrußes von Herz zu Herz, von Seele zu Seele da zuſtellen?

Dalindens Herz und Charakter hatten ſich in Schmerz und Dulden bewaͤhrt; jetzt ward ihr vom Schickſal die viel gefährlichere Pruͤfung durch Glanz und Gluͤck beſchieden. Der einzige Bruder ihrer Mutter war, wie wir im Anfang unſerer Erzählung erwäͤhnten, als Juͤngling nach Indien gegangen, und ſein Andenken ſchon lange verſchollen. Jetzt aber erſchien in den engliſchen Zeitungen eine Auffor⸗ derung an ſeine Erben, ſich zu melden; Dalindens Vetter, Herr von Grell, meldete dies Carolinen, da er Dalindens Aufenthalt nicht wußte, und mit der freudigſten Theilnahme theilte dieſe der geliebten Freundin eine Nachricht mit, die ihr den Beſitz eines nach europäiſchem Maßſtab ungeheuren Vermoͤgens ſicherte, welches ſie und Grell als einzige Erben des Verſtorbenen unter ſich theilen mußten.

Dalinde war nicht unempfindlich gegen einen Reichthum, der ihr die Freude gewährte, die Welt und die Familie ihres Geliebten von der Uneigen⸗ nutzigkeit ihrer Wahl zu uͤberzeugen. Der alte Ge⸗ neral ließ ſich die Freude nicht nehmen, Dalindens Verbindung auf das Glaͤnzendſte zu feiern, und Liebe, Freundſchaft, Geiſt und Guͤte umwanden das edle Paar mit den Bluͤthenkränzen eines eben ſo reinen als dauerhaften Gluͤckes. n