Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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liebt, und ein Gluͤck, daß ich nicht zu traͤumen wagte, iſt nun wirklich mein geworden. Am Grabe meines Großvaters empfing ich das Geluͤbde ſeiner Liebe und er das Geſtändniß der meinigen. Ich fuͤhlte in jener heiligen Minute, daß der Geiſt meines Verſtorbenen um uns ſchwebte, und mein Gluͤck waͤre jetzt nicht ſo vollkommen, hätte er Adolph nicht geliebt.

Ich kann Dir die Seligkeit nicht malen, meine Caroline, die meine Seele durchdringt, wenn ich auf mein kuͤnftiges Leben blicke. Selbſt das Gefuhl, wie Vieles mir abgeht, um ganz eine Frau nach Adolphs Sinn zu ſein, ſtoͤrt mich nicht. Ich bin noch ſo jung, er wird mich bilden, bilden fuͤr ſich, bilden fuͤr die Welt; und wird er mich dann als ſein Ge⸗ ſchöpf, als ſein Werk, nicht noch inniger lieben, als er es ſonſt zu thun vermoͤchte? — Wer bedarf mehr eines Lehrers, eines Fuͤhrers, eines Anhalts im Leben, als ich, die ich das unſichere meiner Uner⸗ fahrenheit und meiner Unbehuͤlflichkeit oft ſchon recht peinlich empfunden habe? Nun aber ſteht er mir zur Seite, mit aller Klarheit ſeines Geiſtes, allem Reichthum ſeiner Welterfahrenheit, allem Schimmer ſeiner Talente, und meine innerliche Angſt iſt wie