Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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M

muͤßte ja ganz anders ſein, als ich bin, um Adolph zu gefallen. Woher ſollte er den Muth nehmen, mich mit meiner bloͤden Einſylbigkeit in die Welt einzufuͤhren? Nein; er iſt mir wohl gut, aber er achtet mich nicht genug, um ſich mich als ſeine

Gattin denken zu können und zu mogen. Er hat auch recht; ich fuͤhle es genug, daß ich eigentlich nur ein unbeholfenes, einfältiges Ding bin, und nichts weiter. Das iſt ein ſchmerzlich demuͤthigendes Gefuͤhl, das ich nur uͤbertäuben kann, wenn ich ganz einſam lebe und mich dem Urtheil der Men⸗ ſchen gar nicht blosſtelle. Adolph war ſehr gut und zärtlich gegen mich, weil ich ſeine ehemalige Spielgefährtin bin; aber die andern Menſchen, die mich nicht kennen, mit denen ich nicht geſpielt habe, Caroline, die wuͤrden mich verſpotten, wenn ich unter ihnen leben muͤßte. Ich breche ab; denn ach, Caroline, ich bin nicht heiter!

Gewiß, Liebe, hat mein Zuſammentreffen mit Adolph nicht den Einfluß auf meine Anſicht des Lebens und meines Berufs gehabt, den Du zu furchten ſcheinſt. Ich wuͤrde auch nie irgend einem