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ihre Hand an ſein Herz druͤckend, fragte er leiſe, ob ſie dem treuen Freunde einige Theilnahme an ſeinem Schickſal bewahrt habe? „Gewiß,“ ſagte ſie innig und hob ihr Auge zu ihm auf. Dieſer Eine Blick verſtändigte ihre Herzen und der ſchmerzlichen Unge⸗ wißheit des erſten Augenblicks folgte jetzt in Cäciliens Seele das himmliſche Gefuͤhl eines ganz ungetruͤbten Gluͤckes. Sie war zu ſanft, zu innig bewegt, um froh ſein zu können; aber eine ſelige Heiterkeit
ſtrahlte aus ihren Blicken Friede und Freude in
jedes Herz.
Noch lebhafter vielleicht empfand Scott das Gluͤck, ſie wieder zu ſehen; aber ihm fehlte zum ungetruͤbten Genuß deſſelben die Ahnung, daß ſie ſein ſei, und frei, dies vor Gott und Menſchen, wie in ihrem innerſten Herzen, zu werden. Er ward aber bald inne, daß ihr Gatte nicht anweſend ſei, und dieſe Gewißheit reichte hin, ihn den Zauber der Naͤhe der Geliebten immer inniger und freudiger empfinden zu laſſen. Und als er nun noch am Abend dieſes Tages im Geſprach mit ihrem Schwager erfuhr, ſie ſei Witwe und frei; da verklaͤrten ſich ihm die Erde und das Leben, und ſein reines, treues Herz öffnete
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