Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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mühſam geathmet hat, ſo erhält man, auch nach gelöſeten Banden, nur almählig das Vermoͤgen zu⸗ ruͤck, ſich frei regen zu können. Auch knuͤpfte keine Hoffnung und kein Wunſch ſie an die Zukunft; ſie war eines ſelbſtſtäͤndigen Daſeins ſo ungewohnt ge⸗ worden, daß ſie ſelbſt in ihrer haͤuslichen Lebensweiſe nicht darauf verfiel, Manches jetzt ihrer Neigung ge⸗

maͤßer einzurichten, und in allen außern Verhaͤltniſſen

den Gewohnheiten ihres bisherigen Lebens treu blieb. Boyſen hatte eine Schweſter, die in Hamburg ver⸗ heirathet war, in den erſten Monaten ſeiner Ver⸗ vindung ihn beſucht, einige Wochen in ſeinem Hauſe verlebt und die neue Schweſter ſehr lieb gewonnen hatte. Oft und viel hatte ſie den Bruder um Er⸗ wiederung dieſes Beſuchs gebeten; auch war dieſe mehrere Male verheißen, allein durch Zufälligkeiten immer verhindert worden; jetzt aber, nach bald zu⸗ ruͤckgelegtem Trauerjahr, konnte Cäcilie dieſen, mit der freundſchaftlichſten Herzlichkeit wiederholten Ein⸗ ladungen nicht widerſtehen. Von der Jahreszeit be⸗ gunſtigt, trat ſie die Reiſe an, und der Wechſel det Gegenſtaͤnde, der Reiz der Neuheit und der ange⸗ nehme und gebildete Ton, den ſie in dem Hauſe

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