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bewegt, denn je vorher in meinem Leben, ſtand ich, als die Glocken mich riefen, von dem Gebet auf, in welchem ich Gott Seele, Herz und Leben uͤber⸗ geben hatte, und trat in das Zimmer meiner guten Mutter. Ich warf mich in ihre Arme, ſtammelte ihr weinend meinen Dank fur die unaus ſprechliche Liebe, mit der ſie mich von dem erſten Hauch meines Lebens bis zu dieſem Tage geleitet und begluͤckt hatte, und bat ſie, mir alle meine begangenen Fehler zu vergeben, und fuͤr mich zu Gott zu beten, daß er mir Kraft ſchenke, recht gut und fromm zu werden, um ihr meinen Dank fuͤr ihre Muttertreue und Zaͤrtlichkeit beweiſen zu können. Sie druͤckte mich feſt an ihr Herz, kuͤßte mich, und nannte mich mit Thraänen ihr gutes, liebes Kind, von dem ſie hoffe, daß es ſtets das Gluͤck ihres Lebens bleiben werde. Schwei⸗ gend ruhten wir einige Minuten in inniger Umar⸗ mung an einander, dann ſank ich vor ihr nieder und bat ſie um ihren Segen. Sie legte ihre theure, fromme Hand auf mein Haupt und ſprach die
Worte aus, die mir die Richtſchnur meines Lebens
geblieben ſind: „Dein Leben lang habe Gott vor Augen und im Herzen, und huͤte Dich, daß Du in
keine Suͤnde willigſt.“ Nun fuͤhrte ſie mich zu


