Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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Noth Huͤlfe fuͤr uns zu erbitten. Als ſie zurück⸗ kam, ſtrahlte ihr Geſicht von einem Himmelsglanz, ben ich fuͤr die Buͤrgſchaft eines gluͤcklichen Erfolgs hielt; ſie blieb aber ſtill und ſah mich mit einem unausſprechlichen Blick anz plotzlich aber ſank ſie an meine Bruſt und brach in Thraͤnen aus.

Ach Eduard, ſagte ſie,ich glaubte mich hel⸗ denmuͤthig ſtark, aber ich empfinde nun, daß mein Herz ein ſchwaches, gebrechliches Herz iſt ich waͤhnte, ich könne Dich mit Ruhe ſterben ſehen, wenn Dein Tod der Kaufpreis einer ſeligen Un⸗ ſterblichkeit ſei, doch nun, wo der Augenblick det Pruͤfung da iſt, vermag ich ihn nicht gefaßt zu be⸗ ſtehen und zittere, daß die Kraft unſers Glaubens nicht fuͤr ihn ausreichen wird. Unſer Schickſal iſt entſchieden; wir duͤrfen, wie es ſcheint, von dieſer Welt nichts mehr hoffen und erwarten, die Hand des allmaͤchtigen Gottes verſchließt uns alle Herzen: pruͤfe Dich nun, beſter Mann, haſt Du Muth zum letzten, ſchwerſten Kampf? Der Preis deſſelben iſt unaus ſprechlich hertlich und uns ſo nahe, daß wir faſt nur noch die Hand auszuſtrecken brauchenum

ihn zu erreichen. Laß uns daher nicht feige wer⸗

den, mein Eduard, laß uns auch die letzte Trübſa