Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

189

einer lange nicht empfundenen Fröhlichkeit ich mit meiner Eliſe und ſchlief, ſo bald ich mich auf mein Lager geworfen hatte, flugs und fröhlich ein. So wahr iſt es, daß die Gluͤckſeligkeit ein von unſern äußern Verhältniſſen durchaus unabhaͤngiger, innerer Zuſtand iſt. Ich war ja nmun bis zu einer der nie⸗ drigſten Hantierungen des buͤrgerlichen Lebens hin⸗ abgeſunken, aber wahrlich, ich war ſo zufrieden mit meinem Schickſal, wie ich es nur je in den Tagen meines größten Wohlſtandes geweſen war. Wie ſollte ſich aber auch nicht aller Zwieſpalt des Lebens in einem Gemuthe löſen, das, frei von der Knecht⸗ ſchaft irdiſcher Begierde, durchaus nichts will, als den Willen Gottes in Gehorſam und Liebe er⸗ fuͤllen!

Fuͤnf Tage lang hatte ich dieſe Beſchäftigung fortgeſetzt, da wurde ich, als ich eines Abends nur noch wenig Häuſer von meiner Wohnung entfernt war, im Finſtern von vier Männern angefallen und auf das Jämmerlichſte von ihnen gemißhandelt Wie, ſchrien ſie,Er iſt ein Studirter, und will ſich wie ein Dieb in unſer Gewerbe einſchleichen, und uns die paar Groſchen wegſchnappen, wodurch wir unſer Brod verdienen? wart' Er, die Luſt wollen