Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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nen die Menſchen in ihrer Wuͤrdigung irdiſcher Guͤ⸗

ter und Freuden; ſie koͤnnen ſich und Andern die Kuͤrze des menſchlichen Lebens und die Unſicherheit ſeiner Dauer nicht abläugnenz ſie fuͤhlen, daß es vie⸗ len Kuͤmmetniſſen und Schmerzen preis gegeben iſt, ſie wiſſen, daß ſeine hoͤchſten Freuden fluͤchtiger Trug ſind und mit Sorgen erkauft werden muͤſſen, die ſtets ihren Werth aufwiegen: aber dies Alles macht ſie in Schätzung irdiſcher Freuden nicht weiſer; ſie klagen uͤber die Duͤrftigkeit des Lebens, wie uͤber eine Krankheit, gegen die ſie die ernſte Anwendung der er⸗ forderlichen Heilmittel ſcheuen, und fahren fort, die Welt und das Leben zu lieben, als ſeien beide die einzigen Quellen menſchlicher Gluͤckſeligkeit; ſie erfahren es täglich, daß der Durſt unſerer Seele aus ſo truͤbem Quell nicht geloͤſcht werden kann, und doch mindert dies nicht ihre Begierde, aus ihm zu ſchopfen.

Ich hing nun freilich nicht mit ſo blinder Liebe an Welt und Leben; ich war ſo zerſtoßen und zer⸗ ſchlagen; man war mir mit ſolcher Strenge und Bitter⸗ keit begegnet, daß ich mich unmoͤglich mehr nach ei⸗ nem lebhaften Verkehr mit beiden ſehnen konntez ſchon lange hatte ſich mein Herz von ihnen weg,