Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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Maße theilhaftig werden laͤßt, als ſich ein geſchaffe⸗ nes Weſen dieſelbe anzueignen vermag. Darum ruft er ein verirrtes und doch geliebtes Kind ſo oft durch Kreuz und Leiden zu ſich und läßt dieſe deſto ſchwe⸗ rer auf uns laſten, je lieber er uns hat; darum zerbricht er ſo oft alle irdiſche Stuͤtzen unſerer Hoff⸗ nungen und unſers Vertrauens, und vereitelt die wohlberechnetſten Plane unſerer Klugheit; darum läͤßt er uns ſinken, damit wir gezwungen werden, ſeinen Beiſtand, ſeine Rettung zu erflehen, und zu erken⸗ nen, daß nur bei ihm Huͤlfe, Erbarmen, Troſt, Friede, Treue, Liebe und Zuverſicht iſt. O, mein Eduard, blicke doch einmal von dieſem Geſichtspunkt aus auf den Weg zuruͤck, den die Vorſehung dich bis heute gefuͤhrt hat! Fuͤhle, wie die ewige Liebe es ſich hat angelegen ſein laſſen, dich durch Glück und Kreuz zur Erkenntniß der Nichtigkeit aller irdi⸗ ſchen Guͤter, der Unzuverläſſigkeit aller irdiſchen Hoff⸗ nung zu fuͤhren. Du warſt der Sohn eines reichen Vaters jung, ſchon, bluͤhend, geſund, untadelhaft von Sitten und Wandel, voll Geiſt und Kenntniſſe

ſchien Alles Dich zu den ſchonſten Erwartungen von

Lebensgluͤck zu berechtigen. Wie unzuverläſſig wa⸗ ren aber alle dieſe Pfeiler Deines irdiſchen Glüͤckes!