Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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lähmt, daß ſie dadurch gänzlich unfähig wurde, ir⸗ gend eine Handarbeit verrichten zu koͤnnen. unſer Wohlſtand ward hierdurch zerſtört; Noth, Elend, Sorge und Mangel kehrten von Neuem bei uns ein; das Ungluͤck verfolgte uns, jedes Mittel zum Erwerb wurde mir entzogen, und ich verſank tiefer denn je in Kleinmuth und hoffnungsloſes Za⸗ gen. Nirgends zeigte ſich mir ein Weg zur Huͤlfe, nirgends ein Ausgang aus dem Labyrinth der na⸗ gendſten aller Sorgen, der Nahrungsſorgen. O wie oft flehete ich in ſchlafloſer Nacht zu Gott, mir das Leben zu nehmen, da er mir die Mittel verſage, das Leben meines Weibes, meines Kindes friſten zu kön⸗ nen! Wie oft rang ich in Todesangſt meine Hände wund und rief zum Himmel hinauf: Brod, Brod, barmherziger Gott! nur ein wenig trocknes Brod fuͤr mein verſchmachtendes Weib, fuͤr mein huͤlfloſes Kind! Rette mich, rette mich von der Qual der Verdammten daß ich ſie vor meinen den Hungertod muß ſterben ſehen. 90

Nur in der Dunkelheit des Abents ſchlich ich mich zuweilen noch hinaus, um ftiſche Luft zu ſchö⸗ pfen. Wohin da auch mein Weg mich fuhrte, in allen Häuſern ſah ich Licht, Wohlleben, heitere