Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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und ihn zur Aufmerkſamkeit auf ſich und unſer Ver⸗ haͤltniß zu erwecken.

Den 10. April.

In ſchoͤner Heiterkeit und neu begruͤndeter Zu⸗ verſicht zu mir und dem Freunde, bin ich heute ſehr gluͤckich. Biel's Betragen hatte mich in der letzten Zeit ſehr geaͤngſtigt, da ich Liebe darin zu entdecken glaubte. Ich achtete ihn, er war mir werth, und traurend fuͤhlte ich, was ich mit ihm hingab; allein ich glaubte ſeiner Ruhe das Opfer ſchuldig zu ſein, mich von ihm zuruckzuzichen. So leiſe ich aber auch dies Abwenden von ihm zu be⸗ werkſtelligen ſuchte, ſo verſtimmte es ihn doch in ſo truͤben Unmuth, daß ich, von Tage zu Tage unſichrer in mir und irrer an ihm, mir keine Ret⸗ tung wußte, als ihn ganz zu meiden.

Er forderte mir daruͤber eine Erklärung ab; der tiefe Schmerz, mit dem er mich fragte, was ihn in meinen Augen ſo entwuͤrdigt habe, daß es mich bewege, ihn mit ſo todtender Kälte, ſo ent⸗ ſchiedener Nichtachtung zu behandeln, raubte mir die Beſonnenheit, ihm ruhig und in ernſter Entſchieden⸗