Teil eines Werkes 
6. Band (1830)
Entstehung
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Hoffnung einer reichen und glanzenden Verbindung zu verbuͤrgen ſchien. Thereſe war ſeit ihrer Kind⸗ heit mit dieſen Anſichten vertraut, und dem jungen, unbefangenen Gemuͤth hatte es ſich fruͤh als Noth⸗ wendigkeit eingepraͤgt, ſie duͤrfe dereinſt nur einem vom Gluͤck mit ſeinen Gaben reich ausgeſtatteten Mann ihre Hand und, was ihrer Meinung nach ſich dann von ſelbſt verſtand, ihr Herz ſchenken.

Kindlich und unbeſorgt gab ſie ſich aber dem angenehmen Eindruck hin, den die Geſtalt und das Betragen des Rittmeiſters von Treuburg, der, als Adjutant ihres Vaters, täglicher Gaſt in ſeinem Hauſe war, auf ſie machten. Faſt immer allein, da der General wenig Geſellſchaften beſuchte, fand ſie es von dem jungen, ſchoͤnen Mann hochſt artig, daß er ihr beinahe alle ſeine Freiſtunden widmete, mit ihr las, Clavier ſpielte, ſang, und ihr alle die kleinen ſchuldloſen Freuden verſchaffte, die ihr Leben verſchönerten und ihre heitere Jugend vor jedem Wunſch bewahrten, der ihr Leben mit dem gefaͤhrlich ſuͤßen Reiz der Sehnſucht zu erfuͤllen vermochte.

Dem General fiel es nicht ein, daß ein armer Stabsrittmeiſter toll genug ſein konne, ſeine Tochter

heirathen zu wollen; der Gedanke irgend einer an⸗