Teil eines Werkes 
5. Band (1830)
Entstehung
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gen, die das Herz unſers geiſtigen Bewußtſeins iſt, in Anſpruch nimmt, muß durchaus von ihm nur als Erkenntniß und Weltlichkeit behandelt und von ſeiner Innerlichkeit fern gehalten werden.

Bei einem nachbarlichen Beſuch im Hauſe ihrer Anverwandten ſah Graf Adlerſtein Thorilde, und zugleich, als ein feiner Kenner der weiblichen Schoͤn⸗ heit, zu welcher herrlichen Bluthe dieſe Knospe ſich entfalten konnte, wenn ſie von Anmuth, Zierlich⸗ keit und Reichthum gepflegt wuͤrde. Er war artig und verbindlich gegen ſie und dies machte einen tie⸗ fen Eindruck auf ſie, da er nicht allein der reichſte und vornehmſte Mann war, den ihr bisher das Leben vorgefuͤhrt hatte, ſondern ihr auch in der Wuͤrde ſeines Betragens und dem Gehalt ſeiner Unterhaltung und ſeiner Geiſtesbildung als ein hoͤ⸗ heres, uͤber alle ſie Umgebende erhabenes Weſen erſchien.

Graf Adlerſtein ſah ſie oͤfter; der Druck, un⸗ ter dem ſie lebte, gewann ihr ſeine Theilnahme, die Art, wie ſie ſich uͤber dieſen Druck emporhob und im Adel einer hoͤheren Natur ihren Verwandten gegenkber ſtand, ſein achtungsvolles Wohlwollen. Sie blieb im Geſpräch mit ihm einſylbig und doch

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