Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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halb geneſen, ſtellte ſich der Vater nun ſalbſt an die Spitze des Corps, das er geſammelt, ſeine Soͤhne befehligt hatten. Siegreich in mehreren Gefechten, erlag es endlich der Uebermacht, es mußte weichen, und der edle Fuͤhrer ward gefangen. Von dem ganzen Heldenſtamm war nun nur noch eine Toch⸗ ter uͤbrig, aber der Muth ihres alten, erlauchten Geſchlechts lebte auch in der Bruſt der Jungfrau. Stephanie R. ſammelte die zerſtreuete Schar, fuhrte ſie noch einmal gegen den Feind, und befteiete ihren Vater. Bald darauf kam aber der Tag, wo Kos⸗ ciusko fallend das Schickſal ſeines Vaterlandes aus⸗ ſprach: es war geweſen! R. ward geaͤchtet, ſein Vaterland zerſtuͤckelt, ſeine Guͤter eingezogen. Ihm blieb von ſo großem Beſitzthume nicht ein Stein, auf dem ſein wundes Haupt ruhen konnte. Von Allen verlaſſen, nur von ſeiner Tochter begleitet, wanderte er aus.

Leo, was muß er empfunden haben, als er uͤber die Grenze ſeines Vaterlandes ſchritt! Ich weiß nicht, wo er weilt, und alle meine Bemuͤhun⸗ gen, es zu erfahren, ſind vergeblich; vielleicht hat er ſich ſchon, wie Arabiens beruͤhmter Wundervogel, ſein Grab ſelbſt bereitet; aber ehren will ich den