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die ode Stille, die in den weiten Hallen und lange nicht beſuchten Gemachern lag, ward durch den Ruf meiner Leute unterbrochen, die die Ankunft des neuen Herrn verkundigten und den Caſtellan herbeiriefen, mir die Zimmer zu oͤffnen. Ein Greis wankte langſam mit dem großen eiſernen Schluͤſſelbund her⸗ vor. Stumm begruͤßte er mich, und kaum verhal⸗ tener Unmuth funkelte in den tief eingeſunkenen Au⸗ gen, als er den Blick auf mich richtete, in dem er den Uſurpator des Vermoͤgens ſeines rechtmäͤßigen Gebieters haßte. Mir war zu Sinn, als trete ich in ein Grabgewoͤlbe. Feſt in meinen Mantel einge⸗ wickelt, folgte ich dem Greiſe, der mich in ein wei⸗ tes, mit blitzendem Waffengeſchmeide ausgeziertes Gemach fuͤhrte, das mir die ehemalige Hoheit und Pracht der Beſitzer verkundigte. Die Abendſonne brannte noch durch die faltenreich verhaͤngten Fen⸗ ſter, während es im Hintergrunde ſchon dunkeite. Ich entließ meinen Fuͤhrer, und gab mich im Schwei⸗ gen dieſer ernſt feierlichen Einſamkeit den Eindruͤcken hin, die meine Seele feſt zu faſſen und zu halten ſtrebte. Glaube mir, Leo, wir haben in der Ferne das Wollen dieſes Volkes zu wenig verſtanden, ſei⸗ nen Kampf zu kalt gewuͤrdigt. Hier, auf dieſem


