Teil eines Werkes 
1. Band (1830)
Entstehung
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Freiherrn zuruck, deſſen Vorderſeite unerhellt in dunkler Finſterniß da lag, bis auf einen ſchwachen Lichtſchimmer, der ihm aus dem Zimmer entgegen ſtrahlte, wo Olga ſterbend lag. Ihr letzter Lebens⸗ hauch rief ihn mit der unendlichen Sehnſucht der Liebe zu ihr hin. Todtenbleich und in leiſen Zu⸗ ckungen ſchwer aufathmend, lag ſie auf ihrem La⸗ ger; ſeinen Namen auf ihren Lippen, ſuchte ihr er⸗ blindetes Auge nach ihm, und ihre kalte Hand ſtrebte die ſeine zu faſſen. Ernſt ſtand Guſtava neben ihr, groß dem Tode entgegen blickend, deſſen dunkle Schleier ſich tiefer auf Olga herabſenkten. Leo kniete am Sterbebette nieder, ſeine Lippen auf

Oiga's Herzen, als wolle er mit dem letzten Schlag

deſſelben ihre Seele in ſich ziehen. Es ſchlug Mit⸗

ternacht; Leo horte den dumpfen Schall nicht, den

eben hauchte Olga ihren letzten Seufzer aus, da kam ein Bote der Verſchwornen, ihn zur Vollzie⸗ hung ſeiner Rache abzurufen. Langſam erhob er ſich,

noch einen Blick, noch einen Kuß auf dieſe bleichen,