Teil eines Werkes 
1. Band (1830)
Entstehung
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Meine Olga, mein Weib, mein Alles! rief Leo, und zog ſie, die hingebeugt im Staube wei⸗ nend vor ihm lag, an ſein Herz:o Mutter, Mutter, was habe ich mit ihr verloren!

Mehr als die Welt Dir erſetzen kann, ant⸗ wortete Guſtava,aber eben darum darf Deine Tu⸗ gend nie der Kaufpreis Deiner Rache werden. Rufe in dieſer ernſten Stunde die Kraft auf, die ich Dir angeboren und eingeuͤbt habe, und Du wirſt fuͤhlen, wie wenig es Dir geziemt, Dich Verräthern

zuzugeſellen und Dein perſoͤnliches Schickſal mit in

die Wage zu legen, womit Du das Schickſal Deines Vaterlandes wägen willſt. Höre mich wenigſtens, ehe du handelſt.

Leo's Genius erwachte. Guſtava entfaltete nun vor ſeinem reinen Blick das Gewebe, welches das Laſter gewebt hatte, ihn zu fangen, damit ſein edler, unbefleckter Name dem Verbrechen zum Schutzbrief dienen ſollte. Sie zeigte ihm in Olaf den Gefallenen, den Ungluͤcklichen, von allen Qua⸗ len der Reue Gemarterten, ſie enthuͤllte ihm die

Tarnow's Schriften. I. 9