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auch Ihnen, Dankbarkeit Ihnen, und ich glaube mich derſelben ſehr heſcheiden zu entledigen, wenn ich Ihnen erkläre, daß ich nicht nur keine Klage gegen den Kapi⸗ tän Horace anhängig machen werde, ſondern daß ich ihm auch von ganzem Herzen die Hand meiner Nichte bewillige.“
„Ich ſagte es Ihnen ja, Domherr,“ ſprach der Abbé, „ich war feſt überzeugt, ſobald er Sie einmal in ſeinen Klauen halte, werde dieſer teufliſche Doctor aus Ihnen machen, was er wolle. Wo find nun Ihre ſchö⸗ nen Entſchlüſſe von dieſem Morgen?“
„Abbé,“ erwiederte Don Diego mit entſchiedenem Tone, „ich bin kein Kind, ich werde auf der Höhe der Rolle, die mir der Herr Doctor vorgezeichnet hat, zu bleiben wiſſen.“ Und er wandte ſich an den letzteren und fügte bei: „Mein Herr, Sie werden mir Schreib⸗ zeug geben; eine ſichere Perſon wird meinen Brief nehmen, in Ihren Wagen ſteigen, auf der Stelle meine Nichte aus dem Kloſter holen und ſie hierher führen.“
„Don Diego,“ erwiederte der Doctor, „Sie ſichern das Glück unſerer zwei Kinder, die Freude meiner alten Tage und folglich Ihre gaſtronomiſche Seligkeit, denn ich werde mein Wort halten; ich werde Sie alle Tage noch beſſer zu Mittag ſpeiſen laſſen, als ich Sie neulich frühſtücken ließ. Ein Pavillon dieſes Hauſes wird fortan zu Ihrer Verfügung ſein; Sie werden mir die Ehre erweiſen, an meinem Tiſche zu eſſen, und Sie ſehen, daß nach den Gewerben, die ich (mit einer ſchlem⸗ meriſchen und leckerhaften Prämeditativn, wie ich Ihnen ſagte, für meine Neffen und Nichten gewählt habe, meine Speiſekammer, meine Küche und mein Kel⸗ ler immer wohl verſehen ſein werden. Ich werde alt, ich bedarf eines Stabs für mein Alter; Horace und ſeine Frau ſollen mich nicht mehr verlaſſen; ich werde ihnen meine culinariſchen Traditionen zur Aufbewahrung anvertrauen, damit ſie ſich von Generation zu Genera⸗ tion übertragen; wir wollen alle mit einander leben


