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„Mein Junge, ſage dem Herrn, wie viel Du für das Pafietenbäckereigeſchäft bezahlt haſt, welches Du in der Rue de la Pair betreibſt.“
„Sie wiſſen es wohl, lieber Oheim, denn Sie haben mir das für dieſe Erwerbung nothwendige Geld vorge⸗ ſtreckt,“ erwiederte Michel, dem Doctor Gaſterini freundlich zulächelnd.
„Bei meiner Treue, Junge, da Du es mir längſt gänzlich zurückbezahlt, ſo habe ich die Summe ver⸗ geſſen.“
„Zweimal hundert tauſend Franken, mein lieber Oheim. Und ich habe ein vortreffliches Geſchäft ge⸗ macht. Das Haus iſt gut, denn mein Vorgänger hat bei vieſem Handel zwanzig tauſend Livres Einkommen in zehn Jahren gewonnen.“
„Zwanzigtauſend Livres Einkommen!“ rief Don Diego mit Erſtaunen, „zwanzigtauſend Livres Ein⸗ kommen!“
„Sehen Sie, ehrwürdiger Domherr, wie man Kapitalien ſchafft. indem man heiße Paſteten à la financidre oder Piſtazienbabas ißt. Wollen Sie nun etwas wahrhaft Großartiges ſehen? denn diesmal handelt es ſich um eine Induſtrie, welche nicht nur die Intereſſen beinahe aller Gegenden Frankreichs berührt, ſondern fich auch auf einen großen Theil von Europa und vom Orient, das heißt auf Deutſchland, Italien, Griechenland, Spa⸗ nien und Portugal erſtreckt. Eine Induſtrie, welche un⸗ geheure Kapitalien in Umlauf bringt, welche ganze Be⸗ völkerungen beſchäftigt, und deren Erzeugniſſe erſten Ranges zuweilen fabelhafte Preiſe erreichen; eine Indu⸗ ſtrie endlich, welche hauptſächlich für die Schlemmerei das iſt, was die Seele für den Kötper, der Geiſt für die Materie! Schauen Sie und verehren Sie, Don Diego, denn hier find die jüngſten ſchon ſehr alt.“
Sogleich nahm der Domherr inſtinctartig ſeinen Hut ab und beugte ehrerbietig ſein Haupt.
„Ich ſtelle Ihnen meinen Neffen Theodor, Com⸗


