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wie es nur einen geben kann, hatte nur zu viele Ur⸗ ſachen, die Disciplin zu vergeſſen und bemüht zu ſein, ſich dem Domherrn angenehm zu machen.“
„Und dieſe Urſachen, mein Bruder?“
„Betroffen von der Schönheit der Nichte von Don Diego, als dieſer zu ihm kam, um mit ihm über die Bedingungen ſeiner Fahrt übereinzukommen, bewilligte dieſer elende Kapitän, der ſich ploͤtzlich in Dolores Sal⸗ cedo verliebte und die leichten Gelegenheiten der Fahrt zu benützen gedachte, Alles, was Don Diego von ihm verlangte, um ſicher zu ſein, ſeine Nichte ſich an Bord ſeines Fahrzeuges einſchiffen zu ſehen.“
„Welche Ruchloſigkeit von Seiten dieſes Kapitäns, mein Bruder!“
„Zum Glück hat ihn der Himmel dafür beſtraft, und das kann uns retten. Der Domherr und ſeine Nichte ſind alſo an Bord des mit Mundvorräthen von Don Diego überladenen Gaſtronom eingeſchifft. Kaum war man aus dem Hafen ausgelaufen, da bricht ein furchtbarer Sturm los, und die Sicherheit des Schiffes heiſcht, daß man, um die Schnelligkeit des Manoeuvre zu erleichtern, nicht nur alle Viclnalien des Domherrn, ſondern auch die Geflügelkäfiche und das für die Nahrung der Paſſagiere eingeſchiffte Vieh ins
Meer wirft. Dieſer Sturm, der übrigens das Schiff
gegen Bordeaur trieb, dauerte ſo lange und mit einer ſolchen Wuth fort, daß es beinahe während der ganzen Ueberfahrt unmöglich wurde, an Bord zu kochen, und daß Paſſagiere, Matroſen, Officiere, Alle genothigt waren, ſich mit trockenem Zwieback und etwas einge⸗ ſalzenem Fleiſch zu begnügen.“ „Ah! der unglückliche Domherr! Wie iſt es ihm, der ſo leckerhaft, ergangen?“ „Er wurde wüthend, meine Schweſterz denn dieſe Fahrt hat ihm ſeinen Appetit gekoſtet.“ „Ah! mein Bruder, das iſt der Finger der Vor⸗ ſehung!“


