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nöthigen, bei ihm zu bleiben; verzage alſo im Unglück nicht, mein armes Kind; dieſe Geliebte wird nicht im⸗ mer währen; Geduld, früher oder ſpäter wird Dein Gatte zu Dir zurückkehren; Deine Reſignation wird ihn rühren; überdieß iſt er von ſo ſchwacher Geſund⸗ heit, daß ſeine Laune für dieſes Geſchöpf gewiß die letzte ſein wird; dann wird Alles wieder ſeinen Gang gehen, wie vorher; glaube mir, mein Kind, in einem ſolchen Fall duldet, wartet und hofft eine ehrliche Frau.““
„Wiel. „ Deine Mutter hat es gewagt, Dir. .“
„Klage ſie nicht an, Florence ſie hatte ſo bange vor der Armuth . ich wiederhole Dir, weni⸗ ger ihretwegen als meinetwegen, und dann, war ihre Sprache im Ganzen nicht die der Vernunft, des Rechts, der Thatſache und ganz im Einklang mit der Meinung der Welt?“
„Ach! das iſt nur zu wahr!“
„Gut, es ſei,“ ſagte ich voll Bitterkeit zu mir ſelbſt; „eine ſtolze und geſetzliche Empörung iſt nie verboten die Ehe ſoll für mich nur eine erniedri⸗ gende Knechtſchaft ſein . . . Ich nehme es an. Ich werde die Niedrigkeit der Maria haben; ich werde aber auch ihre Liſt, ihre Falſchheit, ihre Treuloſigkeit haben: die Herabwürdigung der Seele hat im Ganzen etwas Gutes: ſie verbannt jeden Skrupel.. vernichtet jeden Gewiſſensbiß. Von dieſem Moment an ſchloß ich die Augen, und ſtatt gegen den Strom zu kämpfen, der mich zu meinem Verderben fortzog, überließ ich mich demſelben.“
„Was willſt Du damit ſagen?“
„Nun, Florence, bedarf ich der ganzen Nachſicht Deiner Freundſchaft. Bisher verdiente ich vielleicht einige Theilnahme, doch die Theilnahme wird aufhören.“
Hier wurde die Unterredung der beiden Freundin⸗ nen durch die Kammerjungfer von Frau von Luceval unterbrochen.
„Was wollen Sie?“ fragte ſie Florence.


