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großen Verzweiflung preisgegeben; beim Anblick ihrer Freundin erhob ſie raſch das Haupt; ihr in Thränen ge⸗ hadetes Geſicht war von einer tödtlichen Bläße.
„Nimm lies . und weine nicht,“ rief Magda⸗ lena mit zärtlichem Ton, indem ſie ihr die von Herrn Pascal unterzeichnete Urkunde übergab. Hatte ich geſtern Unrecht, als ich zu Dir ſagte: Hoffe!“
„Dieſes Papier!“ erwlederte Madame Dutertre ganz erſtaunt, „was iſt es? .. erkläre Dich.“
„Deine Befreiung und die Deines Mannes.“
„Unſere Befreiung?“
„Herr Pascal hat ſich anheiſchig gemacht, Deinem Mann die ganze Zeit zu gewähren, die dieſer von ihm verlangt, um ſich ſeiner Schuld zu entledigen.“
„Sollte es wahr ſein! Nein . . . nein.. . ein ſol⸗ ches Glück iſt unmöglich!“
„Lies doch, Ungläubige!“
Sophle durchlief raſch die Urkunde, ſchaute die Mar⸗ quiſe ganz erſtaunt an und ſagte:
Das grenzt an's Wunderbare ich kann meinen Augen nicht trauen... und durch welches Mittel? Aber, mein Gott, das iſt Zauberei!“
„Vielleicht,“ erwiederte Magdalena lächelnd, „wer weiß?“
„Ah! verzeih', meine Freundin,“ rief Sophie, wäh⸗ rend ſie Magdalena um den Hals fiel, „meine Verwun⸗ verung iſt ſo gewaltig, daß ſie einen Augenblick meine Dankbarkeit unterdrückt hat. Du entreißeſt uns dem Un⸗ tergang; wir und unſere Kinder haben Dir Alles zu dan⸗ ken, Glück, Sicherheit, Vermögen. .. Ah! Magdalena, Du biſt unſer Schutzengel!“
Der Ausdruck der Dankbarkeit von Madame Duter⸗ tre war aufrichtig.
Die Marquiſe bemerkte jedoch im Ton, in der Ge⸗
berde, im Blick ihrer Freundin einen gewiſſen Zwang.
Ihr Antlitz ſchien nicht heiter, ſtrahlend, wie es bei


