Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 4. Abtheilung, Die Unkeuschheit : vier Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Nein.

Ich auch nicht.

Ich auch nicht.

Man ſagt, ſie ſei ſehr groß und ſehr ſchlank. Mir ſagte man, ſie ſei von einer mehr als mittleren e 8

Mit Sicherheit läßt ſich annehmen, daß ſie brunett iſt, denn Moſer⸗Hartmann ſpricht von ihren ſchwarzen Augen und ihren ſchwarzen Augbrauen.

Ich kann nur ſagen, entgegnete Ulrich,daß man in dieſem Brief aus Venedig, von wo die Marquiſe kürz⸗ lich nach Frankreich abgereiſt iſt, die ſeltſame Frau ziemlich poetiſch das blonde Geſtirn nennt, was auf den Ge⸗ danken bringen müßte, ſie ſei blond.

Aber was hat ſie in Venedig gemacht? was iſt dort

vorgefallen? Meiner Treue! antwortete Ulrich,das iſt ein Abenteuer, das zugleich mit den Sitten des herviſchen Alterthums und mit denen des Mittelalters in Italien im Einklang ſteht.

Zum Unglück für die Neugierde der Zuhörer verkün⸗ digte das Raſſeln einer Trommel die Rückkehr des Erz⸗ herzogs Leopold, und jede Perſon vom Hauſe des Prinzen kehrte an ihren Poſten zurück; man hielt ſich be⸗ reit, die kaiſerliche Hoheit zu empfangen.

Die Schildwache des Eliſee⸗Bourbon, als ſie von fern raſch mehrere Wagen mit der Livrée des Königs von Frankreich herbeikommen ſah, hatte wirklich: In's Ge⸗ wehr! gerufen; die Soldaten von der Wache hatten ſich, den Officier an der Spitze, in Linie aufgeſtellt, und in dem Augenblick, wo dieſe Wagen nach einander in den Hof des Elyſée einfuhren, ſchlug der Tambour den Feld⸗ marſch und die Truppe präſentirte das Gewehr.

Der erſte von den Wagen hielt vor dem Palais an; vie Bedienten in großer rother Livrée öffneten den Schlag, und S. K. H. der Erzherzog Marimilian Leopold ging langſam die Stufen der Freitreppe hin⸗