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mein angebetetes Kind.. die Thränen trüben mir das Geſicht. Ich kann nicht mehr ſchreiben. „Dein Vater, der Dich liebt, wie er Dich immer geliebt hat. Yvon Cloarek.“
„N. S. Legoffin wird Dir ſagen, warum ich ſo eilig nach dem Havre gereiſt bin, und wie es mir möglich geweſen iſt, zeitig genug zurückzukommen, um Dich vor den Elen⸗ den zu retten, die Dich fortſchleppen wollten.“
Nach Leſung dieſes Briefes, deſſen letzter Theil oft von den Thränen von Oneſime und ſeinen Zuhörern un⸗ terbrochen worden war, verbarg Sabine, bleich, tiefge⸗ rührt, ihr Geſicht in ihren Händen und ließ unterdrückte Seufzer vernehmen.
Legoffin wechſelte abermals einen Blick des Ver⸗ ſtändniſſes mit Suſanne und ſprach dann, ſeine Erſchüt⸗ terung bewältigend:
„Wenn es Ihnen genehm iſt, mein Fräulein, will ich Ihnen nun mit zwei Worten erklären, wie Herr Mon rechtzeitig hieher gekommen iſt, um Sie zu retten.“
Da Sabine nicht antwortete, ſo fuhr der Geſchütz⸗ meiſter fort:
„Der gepuderte Herr, den Sie neulich hier ſahen, Fräulein Sabine, war unſer Rheder; er kam, um Herrn Yvon zu einer neuen Fahrt aufzufordern; es handelte ſich um eine Priſe von zwei Millionen und um einen ſehr verführeriſchen Kampf; doch Herr Yvon hatte Ihnen ver⸗ ſprochen, Sie nie mehr zu verlaſſen, und er ſchlug es aus; da bedeutete der Rheder Ihrem Vater, die Mann⸗ ſchaft werde hieher kommen, um ihn freiwillig oder mit Gewalt zu holen. Um dieſes Unglück zu vermeiden, durch das Sie von Allem unterrichtet worden wären, reiſten wir nach dem Havre; unſere Brigg fand ſich dort; ein Theil der Mannſchaft war in einer Schenke verſammelt, Herr Yvon wurde mit einer Freude, mit einer Begeiſterung empfangen! o! mein Fräulein, das grenzte an den


