Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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letzten Kampfe, als er mit mir an Bord des geenterten Schiffs ſprang, durch einen Pikenſtich ſein Ange verloren. Es wäre mir nicht möglich, Dir die bewunderungswürdige, aufopfernde Ergebenheit dieſes würdigen Mannes zu ſchil⸗ dern; er iſt kein Diener mehr für mich, ſondern ein Freund.

Während der Jahre, in denen ich beſtändig die Meere befuhr, ſind meine Priſen ſehr bedeutend geweſen; ich konnte, wie ich das gehofft, Dein Loos ſichern und Dich mit allem möglichen Wohlſtand umgeben.

Eine letzte Erklärung, mein Kind.

Ich kannte Deine Zärtlichkeit für mich; leider be⸗ merkte ich bei der Rückkehr von meiner erſten Abweſenheit, daß Du in Folge des Schreckens, der Dich beim Tod Deiner armen Mutter ergriffen hatte, von einer Art von Nerpenkrankheit heimgeſucht worden warſt; das gab Dich Anfällen unwillkührlicher Beängſtigung preis; dann erfuhr ich, daß Du eine ebenſo ſeltſame, als übermäßige Gefühls⸗ reizbarkeit hatteſt; ich beſchloß daher im Einverſtändniß mit Legoffin, Dir mein gefährliches und abenteuerliches Handwerk zu verbergen. Denn Du hätteſt unabläßlich der Unruhe, der Angſt, den Befürchtungen ausgeſetzt ge⸗ lebt, die Deine kinvliche Liebe, in dem Gedanken an die Gefahren, die ich fern von Dir laufen könnte, noch über⸗ trieben haben würde.

Es wurde mit Legoffin verabredet, daß Suſanne und Du glauben ſollten, wir treiben Handel in Rouen⸗ neries und beſchäftigen uns mit dem Abſatz ſolcher Waa⸗ ren; ſo erklärten ſich unſere haͤuſigen Abweſenheiten; ich hatte es ſo eingerichtet, daß mir die Briefe, die Du an zwiſchen uns verabredete Orte adreſſirteſt, nach Dieppe geſchickt wurden: wenn ich nach einer Kreuzfahrt dahin zurückkam, erhielt ich ſie, und ich datirte immer meine Antworten von verſchiedenen Orten, von wo aus ich fie Dir durch einige leicht organiſirte Mittel und Wege zu⸗ kommen ließ.

Dies, mein geliebtes Kind, waren die ängſilichen