Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Hören Sie, Legoffin, ich glaube nicht ein Wort von dem, was Sie mir da erzählen . . . das iſt wieder ein⸗ mal eine von Ihren Geſchichten, und es iſt in der That unwürdig, auf dieſe Art über den Herrn zu ſcherzen, den Sie als Kind geſehen, der ſo gut gegen Sie iſt.

Gut, ſprach Legoffin mit kaltem Tone,nehmen Sie an, ich ſcherze . doch mittlerweile geben Sie mir des Herrn Coſtume, er hat mir geſagt, ich ſoll es in ſein Zimmer tragen, und er wird bald nach Hauſe kommen.

Ach! es iſt alſo wahr? rief Dame Robert, die nun nicht mehr an der ärgerlichen Kunde zweifelte, die ihr Legoffin brachte; es iſt alſo abermals eine Scene zwi⸗ ſchen dem Herin und ſeinem Präſidenten vorgefallen?

Beim Teufel, ſagte Legoffin naiv,es muß wohl ſo ſein, da er ihn zum Fenſter hinausgeworfen hat.

Mein Gott! mein Gott! da wird der Herr diesmal ſeinen Platz verlieren.

Warum?

Wie warum? nach einem ſolchen Aergerniß, und zwar von Seiten einer obrigkeitlichen Perſon, wird man ihm ſeinen Platz nehmen, ſage ich Ihnen; und die arme Madame! ee ein Schlag für ſie; und dabei in dem Zuſtand, in dein ſie ſich befindet . . aber, mein Gott! das heißt nicht leben . . das heißt immer in Bewegung, in Un⸗ ruhe ſein . ſeinen Mann lieben, anbeten, und jeden Augenblick die Folgen der Heftigkeit ſeines Charakters be⸗ fürchten müſſen!

Meine Liebe, erinnern Sie ſich deſſen, was ich Ihnen, immer nach dem Sprüchwort unſerer alten Bretagne, ge⸗ ſagt habe, erwiederte Legofſin mit gewichtigem Tone; Dem Wolf der Wald . .. der Taube das Tau⸗ benhaus; Herr Mon aber ..

Sie machen mich wüthend mit Ihrem Rebus und Ihrer Kaltblütigkeit! rief Dame Robert.Sagen Sie mir wenigſtens, wie ſich das Uñglück zugetragen hat.

Nun wohl, ich ging vor einer Stunde in den Ju⸗