Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 3. Abtheilung, Der Zorn (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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thend als der Richter einen Schritt zurückwich, ſeinen Stock, eine wahre Keule, aufhob . . . und er würde da⸗ mit dem jähzornigen Bretagner wohl einen todtllchen Schlag verſetzt haben, hätte dieſer nicht den Angriff da⸗ durch vermieden, daß er ſich bückte und mit geſenkter Stirne ſo ungeſtüm auf ſeinen Gegner eindrang, daß er ihm einen furchtbaren Stoß mit dem Kopf auf die volle Bruſt beibrachte und zwei Rippen zerbrach, ihn Blut ſpeien machte und völlig des Bewußtſeins beraubt zu Boden warf.

Den Tumult der Menge benützend, die den Beſiegten umgab und dem Sieger Beifall zujauchzte, gewann Clva⸗ rek wieder ein wenig Kaltblütigkeit; er beeilte ſich, einer Volkshuldigung zu entkommen, ſchritt über den Platz, warf fich in einen leeren Fiacre, und ließ ſich nach dem Juſtiz⸗ palaſte führen, denn die Stunde der Sitzung hatte ge⸗ ſchlagen.

Bweites Rapitel.

Wir laſſen Herrn Cloarek nach den Thaten an die⸗ ſem Morgen, der einem vollendeten Gladiator Ehre ge⸗ macht hätte, in den Juſtizpalaſt gehen, um dort wie ge⸗

wöhnlich ſeinen Sitz einzunehmen, und wollen ein paar

Worte von dem Maskenball ſprechen, auf den die Zeugen

des heftigen Richters nach dem Druell angeſpielt hatten. Dieſer Ball, eine kühne Neuerung für die Provinz, ſollte am Abend deſſelben Tags bei einem reichen Han⸗ delsmann, Herrn Bonneval, dem Schwiegervater des Prä⸗ ſidenten von dem Tribunal, in- welchem Yvon Cloarek ſeinen Sitz hatte, ſtattfinden; alle Mitglieder dieſes Ge⸗ richtshofs waren eingeladen worden, und da die Verklei⸗