Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 2. Abtheilung, Der Neid oder Frederik Bastien : 4. bis 7. Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Großer Gott! Sie Sie, ſeine Mutter? . . dieſe Frage ..

Ich habe es Ihnen geſagt, mein Freund, es gibt in der mütterlichen Liebe tiefe Geheimniſſe . Meinen Sohn zu überleben, hätte ich als ein entſetzliches Unglück betrachtet . . . Frederik liebt mich eben ſo ſehr, als ich ihn liebe . . . Er muß wie ich denken, er denkt wie ich .. es iſt ein Glück für ihn, daß er mich nicht überlebt . . .

Welch ein Jammer für mich, Sie Beide zu verlieren!

Marie und Frederik Baſtien können nicht getrennt werden, weder in dieſer noch in der andern Welt . . . mein Freund.

Oh! Sie ſind ſehr glücklich, Sie und er ..

Henri. . . meine Kräfte ſfind ihrem Ende nahe .. die Kälte des Grabes ergreift mich . . Ihre Hand, Ihre theure, redliche Hand

David warf ſich am Bette der jungen Frau auf die Kniee, bedeckte ihre Hand mit Thränen und Köſſen und brach in ein Schluchzen aus.

Marie fuhr mit immer ſchwächerer Stimme fort:

Einen letzten Wunſch, Henrt, Sie werden ihn er⸗

füllen, wenn es möglich iſt. Herr Baſtien hat mit mir davon geſprochen, es ſei ſeine Abſicht, vieſes Haus zu verkaufen . . ich möchte nicht, daß Fremde die Wohn⸗ ſtätte profanirten . . . wo mein Leben und das meines Sohnes verlaufen iſt, denn mein Leben zählt von dem Tage an, wo ich Mutter geworden bin . . . Herr Dufour, Ihr beſter Freund, wohnt in der Nähe, Sie ſollten eines Tages zurückkommen, um ſich in ſeiner Nachbarſchaft niederzulaſſen ... Beſchleunigen Sie dieſen Augenblick.. v werden ſo viel Troſt in einem Herzen wie das ſeinige nden.

Oh! Marie, dieſes Haus wird für mich ein Gegen⸗ ſtand religiöſer Verehrung ſein aber . ..

Meinen Dank, oh! meinen Dank, Henri! dieſe Verſicherung tröſtet mich . . Eine letzte Bitte ..